Terry Pratchett & Die Scheibenwelt Wer Wie Was

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Terry Pratchetts MORT - Das Musical ist die Uraufführung einer neuen deutschsprachigen Bearbeitung des vierten Scheibenwelt-Romans von Terry Pratchett: dem Schöpfer einer Welt, die derart platt und bunt oder auch schwarz ist, dass er nebenbei gar nicht anders kann, als auf die drolligsten Irrungen auch der Erdbewohner zu verweisen. Terry Pratchett ist ein Meister humoristischer Fantasy und humanistischer Satire und ein verdammt guter Geschichtenerzähler!

Der Junge Mort sucht vergeblich nach einer Lehrstelle, bis ihn der leibhaftige Tod holt - natürlich, um ihm eine anzubieten.
Tod und lebendig auf der Scheibenwelt zu sein, entpuppt sich als fataler Job: Bald kämpft Mort mit skurriler Kundschaft, heldenhaft schokosüchtigen Tragödinnen, unfähigen Zauberern, schwarzen Spiegeleiern, missgelaunten Möbelstücken - und seiner ersten unglücklichen Liebe zu einer Prinzessin, die auch noch einem Attentat zum Opfer fallen soll. Mort stellt unsterbliches Verliebtsein über todbringendes Pflichtbewusstsein und rettet Prinzessin Keli das Leben.
Derweil mischt Tod sich außerdienstlich unter's Volk und will erfahren, welche Vergnügungen wohl das ihm unbekannte Gefühl "Spaß" bereiten.
Die Geschichte der Scheibenwelt gerät dramatisch durcheinander, und Mort wird seinem Meister immer ähnlicher...

Die deutsche Übersetzung von Terry Pratchetts Roman "Mort" ist unter dem Titel "Gevatter Tod" bekannt. Da unserem Libretto eine eigene Übersetzung zugrunde liegt und wir nicht wie ein Kindermusical nach den Gebrüdern Grimm aussehen wollten, haben wir den englischen Originaltitel beibehalten.

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Presse

Die Welt schrieb am 17.12.2007:

Liebesschwur in der lustig-kalten Scheibenwelt

In der Markthalle feierte das "Mort"-Musical nach einem Terry Pratchett-Roman Uraufführung

Der junge Mort (Tim Kreuer) findet keinen Ausbildungsplatz. Gevatter Tod (Michael Bideller) wiederum fühlt sich ausgebrannt und sucht einen Assistenten: "Was für eine Koinzidenz!" verkündet der Tod, als ihm Mort vor die Füße stolpert - sogar der Name passt.

Sein neuer Azubi macht sich zuerst gut. Dann aber verliebt er sich in Prinzessin Keli, die eigentlich einem Anschlag zu Opfer fallen sollte. Mort lässt sie am Leben und vergisst den ersten Lehrsatz des Todes: "Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur mich." Sein Chef erinnert ihn, wer der Herr im Hause ist. Um Prinzessin Keli noch zu retten, muss Mort sich Einiges einfallen lassen...

Das Musical "Mort" spielt in der Scheibenwelt - einem fantastischen Universum, das der englische Kultautor Terry Pratchett in seinen Romanen zum Leben erweckt hat. Ob man die Scheibenwelt zu einem Musical verwursten kann, ist eine andere Frage. Die Antwort lautet: Ja! Genau dann, wenn es so sympathisch, skurril, mit sparsamen Mitteln und eigenem Kult-Faktor ausgestattet daherkommt wie die Hamburger Uraufführung von "Mort".

Sabine Schindler hat die Texte nach der englischen Originalvorlage von "Gevatter Tod" verfasst, dabei viel Sinn für den anarchischen Humor Pratchetts bewiesen und eben so Regie geführt. Von ihr stammen auch die Handpuppen, die die sprechenden Türklopfer und ähnliches Gekröse verkörpern. Das sind spaßige "Spezialeffekte", die nebenbei auch den digitalen Bombast so mancher Fantasy-Verfilmung aufs Korn nehmen.

Zwischen Schlager, Rock und Rumba bewegt sich die Vertonung von Matthias Weiher. Sein Arrangement macht aus der Mischung der Stile einen ironischen Reigen eingängiger Musicalmelodien. Mit einem warmen, enthusiastischen Sound liefert ein kleines Orchester aus Bläsern, E-Bass, Keyboards, Drums und Percussion den Humor in der Musik.

Die Darsteller sind vor allem gute Schauspieler - und singen ihre Charaktere: derbe, komisch, gekonnt übertrieben. Michael Bideller als Tod gibt den alten Schnitter genau so trocken, liebenswürdig und imposant wie bei Pratchett. Auch Tim Kreuer verkörpert Mort im Sinne der Vorlage als jungen, romantischen Spinner. Ein auffallend komisches Talent ist Simona Pahl in einigen Nebenrollen. Es ist jedoch vor allem eine gemeinsame Leistung der Truppe, den Klamauk der Szenen unbefangen auf die Bühne zu bringen. Ein runder Abend für alle, die Lust auf ein etwas anderes Abendprogramm haben. pd

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Die Mopo schrieb am 17.12.2007:

Das Musical »Mort«
Lehre bei Gevatter Tod

DAGMAR FISCHER

Seine Bücher sind Kult: Terry Pratchett erfand vor rund 25 Jahren eine Fantasy-Welt, die auf einer Scheibe Platz hat und von den skurrilsten Gestalten bevölkert wird. Eine dieser hintersinnigen Geschichten um die "Scheibenweltler" verwandelten ein paar Hamburger Künstler in das Musical "Mort".

330 Buchseiten werden zu drei abenteuerlichen Bühnenstunden: Der junge Mort findet eine Lehrstelle bei Gevatter Tod, kein schönes, aber traditionsreiches Gewerbe mit sicherem Kundenstamm. Im Job kommen Mort allerdings seine allzu menschlichen Gefühle in die Quere, umgekehrt findet sein Meister Gefallen an irdischen Unsitten. Und es gibt ein Happy End: Am Ende ist der Knochenmann zum ersten Mal herzlich eingeladen: zu einer Hochzeit.

Witzige Einfälle wechseln mit überflüssigen Szenen. Aber der liebenswerte Tod (Michael Bideller) und der exzentrische Mort (Tim Kreuer) tragen das Musical über sämtliche Schwachstellen der Inszenierung hinweg. Matthias Weiher hat eine Musik komponiert, die perfekt passt und ohne die üblichen Musical-Klischees auskommt. Nur: Eine derart schlechte (Ton-)Technik haben weder das Stück noch die acht Musiker in der Kulisse verdient. Viel Applaus für die engagierte Truppe.

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